Ha, erwischt! Ich weiß ja, dass dir diese Frage regelmäßig den Schlaf raubt. Lass mich dir helfen. Spoiler: Ja, du sollst definitiv Freiwilligenarbeit auf einer Ranch in Chile machen.
- Es ist eine neue Erfahrung. Vor allem wenn du nach 7 Reitstunden der Meinung bist, dass du das packst.
- Es hält fit. Laut meiner Rechnung kackt ein Pferd eine Schubkarre pro Tag. Stell dir doch bitte mal vor, wie dein Bizeps aussehen könnte!
- Du lernst viel. Zum Beispiel, dass ein Pferd täglich eine Schubkarre voll Scheiße produziert.
- Dein Hintern wird richtig knackig. Ne, Spaß – aber er wird sich so anfühlen, wenn du statt quasi nie plötzlich jeden Tag reitest.
- Du lernst deine Grenzen kennen. Indem du Tag für Tag mit Fluchttieren arbeitest und verhindern musst, dass du oder einer von ihnen zugrunde gehen.
- Du probierst neue Sportarten aus. Nicht nur Scheiße schaufeln, sondern auch Downhill-Wald-Sprints (merke: Pferde haben krassen Fluchtinstinkt!), Wandern (warum sind die Viecher immer im hintersten Ende der Koppel?) und „den-Wocheneinkauf-durch-600-m-Schlamm-schleppen“ stehen am Trainingsplan.
- Dein Immunsystem wird richtig stark. Ob dir nun ein Pferd in die Unterlippe beißt (nicht alle werden gern an den Ohren gekrault), dich eine Herde Wespen attackiert oder du (an Tag 2) beschließt, dass es ganz einfach keinen Sinn hat, sich vor dem Essen die Hände zu waschen.
- Du kannst dir neue Orte ansehen. In deiner (wenigen) Freizeit wirst du nicht nur einen Teil des verpassten Schlafs nachholen, sondern auch zum 7. Mal das Zentrum der Kleinstadt anschauen und später dann vermutlich doch mit auf den Ausritt mit Touris gehen.
- Du schließt Freundschaften fürs Leben. Bis das Leben auf der Ranch 6 Wochen später vorbei ist.
- Du lernst Spanisch. Chilenisches Spanisch, das sonst niemand versteht. Und Fachwörter wie Sattel, Hufkratzer und DIESESCHEISSWESPEN. Aber Spanisch.
Bonus: Fang gleich an zu sparen, denn du wirst zurückwollen.
Und, Flug schon gebucht?


